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| Die Modalverben |
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Die Modalverben bilden zusammen mit dem Infinitiv eines Vollverbs das Prädikat eines Satzes.
Die Kinder dürfen heute länger aufbleiben.
Ich muss arbeiten.
Er wollte euch besuchen.
Sie bezeichnen eine Modalität, d.h. ein bestimmtes Verhältnis zwischen dem Subjekt des Satzes und der durch den Infinitiv ausgedrückten Verbhandlung. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Modalitäten der einzelnen Modalverben:
| Modalverb |
Modalität |
| dürfen |
Erlaubnis, Vermutung |
| können |
Möglichkeit, Fähigkeit, Erlaubnis, Vermutung |
| mögen |
Wunsch, Einräumung, Vermutung |
| müssen |
Notwendigkeit, Vermutung |
| sollen |
Auftrag, Empfehlung, Eventualität, Vermutung |
| wollen |
Wille, Notwendigkeit |
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| Den Modalverben ähnliche Verben: |
| haben/sein + zu + Infinitiv |
| andere |
Für die Bildung der Verbformen der Modalverben siehe Flexion.
Besonderheiten:
- Imperativ:
Modalverben haben keinen Imperativ.
- Passiv:
Modalverben können nicht ins Passiv gesetzt werden.
- Ersatzinfinitiv für Partizip Perfekt:
In den zusammengesetzten Zeiten wird das Partizip Perfekt durch den Infinitiv Präsens ersetzt, wenn es unmittelbar nach einem Infinitiv steht. Dies geschieht z.B. im Perfekt und Plusquamperfekt:
Er hat kommen wollen.
Nicht: Er hat kommen gewollt.
Sie hatten draußen spielen dürfen.
Nicht: Sie hatten draußen spielen gedurft.
- Verwendung als Vollverb:
Wenn Modalverben wie Vollverben verwendet werden, handelt es sich meist um einen Satz, bei dem der Infinitiv weggefallen ist:
| Ich kann/darf/muss/will es |
tun |
| Er kann gut Französisch |
sprechen |
| Ich will/möchte ein Brötchen |
haben/essen |
| Sie dürfen am Sonntag nicht ins Schwimmbad |
gehen |
Siehe auch mögen und wollen als Vollverben.
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