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Das natürliche Geschlecht

 
 
In der Grammatik des Deutschen ist das natürliche Geschlecht viel weniger wichtig als das grammatische Genus. Siehe Natürliches Geschlecht und grammatisches Genus.

Das natürliche Geschlecht spielt im Deutschen nur insofern eine Rolle, als dass es oft mit dem grammatischen Genus übereinstimmt.

Personenbezeichnungen  
Tierbezeichnungen


Personenbezeichnungen

Bei Personenbezeichnungen stimmen das natürliche Geschlecht und das grammatische Genus oft überein. Dies gilt insbesondere für Verwandtschafts- und Berufsbezeichnungen:

der Mann  –  die Frau
der Vater  –  die Mutter
der Sohn  –  die Tochter
der Onkel  –  die Tante
der Knecht  –  die Magd
der Lehrer  –  die Lehrerin
der Arzt  –  die Ärztin
der Kaufmann  –  die Kauffrau

Ausnahmen sind zum Beispiel:

das Mädchen, das Fräulein, das Weib, die Wache, das Mannequin

Weibliche Berufsbezeichnungen:

Wegen des Fehlens einer weiblichen Form wurde früher oft die männliche Bezeichnung auch für Frauen verwendet. Im modernen Sprachgebrauch haben sich die weiblichen Formen auf –in (bei Berufsbezeichnungen mit –mann: –frau) durchgesetzt.

Immer häufiger werden auch die männliche und die weibliche Form verwendet, wenn Personen beiden Geschlechts gemeint sind:

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Nur die Hälfte der 150 Parlamentarier und Parlamentarierinnen waren anwesend.

Die etwas schwerfälligen Doppelformen werden manchmal mit Hilfe von geschlechtsneutralen Ersatzformen vermieden:

die Studierenden der Universität Zürich
Wenden sie sich an eine Fachperson.
An dieser Schule arbeiten 27 Lehrkräfte.


Ebenfalls möglich:

Mitarbeiter/-innen
Mitarbeiter(innen)
Kolleg(inn)en

Die Einklammerung wird allerdings nicht von allen empfohlen, da sie den Eindruck erwecken könne, die eingeklammerten Formen seien weniger wichtig.

Häufig verwendet, aber nach der amtlichen Rechtschreibregelung nicht vorgesehen sind Formen mit Großschreibung im Wortinnern (Binnen-I):

LehrerInnen, TeilnehmerInnen


Tierbezeichnungen

Bei den Tierbezeichnungen stimmen natürliches Geschlecht und grammatisches Genus manchmal überein. Dies geschieht insbesondere bei Haustieren und einigen anderen „allgemein bekannten“ Tieren:

der Stier  –  die Kuh
der Hahn  –  die Henne
der Hengst  –  die Stute
der Bär  –  die Bärin
der Löwe  –  die Löwin

Die Übereinstimmung von natürlichem Geschlecht und grammatischem Genus ist bei den Tierbezeichnungen weniger weit durchgeführt als bei den Personenbezeichnungen:
  • Junge Haustiere sind oft sächlich:

    das Kalb, das Fohlen, das Lamm, das Küken

  • Bei „bekannteren“ Tieren gibt es einige Namen, die sowohl das männliche als auch weibliche Tier bezeichnen:

    das Pferd (Stute o. Hengst), das Rind (Kuh o. Stier), das Reh (Ricke o. Bock);

  • Im Allgemeinen wird die gleiche Bezeichnung für männliche und weibliche Tiere gebraucht:

    die Amsel, die Maus, der Delphin, der Adler, das Schnabeltier, das Wiesel usw.

    Hier kann das natürliche Geschlecht wenn nötig durch Männchen und Weibchen ausgedrückt werden:

    das Delphinmännchen – das Delphinweibchen.

    In einigen wenigen Fällen sind auch andere Zusammensetzungen gebräuchlich:

    der Elefantenbulle – die Elefantenkuh.






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