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Das Objekt |
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Die Objekte sind Zielpunkt des durch das Prädikat bezeichneten Geschehens. Ein Objekt besteht in der Regel aus einem Nomen, einer Nomengruppe oder einem Pronomen. Der Kasus des Objektes wird direkt durch das Prädikat (seltener durch ein Adjektiv) bestimmt.
Wir unterscheiden die folgenden Objekte:
Nomen, Nomengruppe oder Pronomen
Das Objekt besteht in der Regel aus einem Nomen, einer Nomengruppe oder einem stellvertretenden Pronomen:
| Akkusativobjekt: |
Ich esse einen Apfel.
Ich esse ihn. |
| Dativobjekt: |
Der Wagen gehört unserem neuen Nachbarn.
Der Wagen gehört ihm. |
| Genitivobjekt: |
Wir gedenken der Toten.
Wir gedenken ihrer. |
| Präpositionalobjekt: |
Er denkt an seinen alten Vater/an sein Versprechen.
Er denkt an ihn/daran.**
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Nebensätze und Infinitivkonstruktionen können ebenfalls die Rolle eines Objekts haben. Siehe Der Objektsatz.
| ** |
Wenn das Pronomen im Präpositionalobjekt sich nicht auf ein Lebewesen bezieht, steht anstelle von Präposition+Pronomen ein Pronominaladverb:
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Er denkt an sein Versprechen. Er denkt daran.
Wir warten auf den Umzug. Wir warten darauf. |
Kasus
Der Kasus des Nomens oder des Pronomens wird direkt durch das Prädikat bestimmt. So bestimmt zum Beispiel das Verb geben, dass der Empfänger im Dativ und das Gegebene im Akkusativ stehen muss:
Der Großvater gibt dem Enkel einen Euro.
| dem Enkel |
= |
Dativobjekt |
| einen Euro |
= |
Akkusativobjekt |
Siehe Valenz der Verben.
In selteneren Fällen hängt das Objekt nicht vom Verb, sondern von einem Adjektiv ab. Das Adjektiv bestimmt dann auch den Kasus:
Er ist seinem Vater ähnlich.
| seinem Vater |
= |
Dativobjekt |
Ich bin mir der Sache nicht sicher.
| der Sache |
= |
Genitivobjekt |
Siehe Valenz der Adjektive.
Nach dem Kasus, in dem sie stehen, unterscheiden wir:
Objekt oder AdverbialbestimmungWenn ein Nomen oder eine Nomengruppe Objekt ist, kann immer auch das entsprechende Personalpronomen verwendet werden. Ist der Ersatz durch das entsprechende Personalpronomen nicht möglich, handelt es sich NICHT um ein Objekt, sondern um eine Adverbialbestimmung.
| Objekte |
Adverbialbestimmungen |
| Er liest ein Buch. |
Er liest den ganzen Tag. |
| Er liest es. |
NICHT: Er liest ihn. |
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| Wir erinnern uns jenes Tages. |
Er kam eines Tages hierher. |
| Wir erinnern uns dessen. |
NICHT: Er kam dessen hierher. |
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| Sie wartet auf den Bus. |
Sie wartet auf dem Bahnhof. |
| Sie wartet darauf**/auf ihn. |
NICHT: Sie wartet darauf **/auf ihm. |
**Sonderfall: Wenn das Nomen in einem Präpositionalobjekt kein Lebewesen bezeichnet, muss durch ein Pronominaladverb (seltener durch Präposition+Pronomen) ersetzt werden können.
Obligatorische und fakultative Objekte
Objekte können obligatorisch oder fakultativ sein. Ob ein Objekt im Satz stehen muss oder nicht, wird durch das Prädikat bestimmt, von dem es abhängig ist. Während einige Verben mit einem bestimmten Objekt stehen müssen, kann es bei anderen Verben weggelassen werden:
| Obligatorische Objekte |
| Er überarbeitet seine Notizen. |
NICHT: Er überarbeitet. |
| Sie gleicht ihrer Mutter. |
NICHT: Sie gleicht. |
| Sie gedachten der Gefallenen. |
NICHT: Sie gedachten. |
| Wir beziehen uns auf Ihren Brief. |
NICHT: Wir beziehen uns. |
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| Fakultative Objekte |
| Ich esse einen Apfel. |
Ich esse. |
| Der Lehrer hilft den Schülern. |
Der Lehrer hilft. |
| Sie erinnerten sich ihrer Herkunft. |
Sie erinnerten sich. |
| Wir warten auf den Bus. |
Wir warten. |
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