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Der w-Satz als Subjekt- und Objektsatz

 
 
Beispiele:

Es ist unsicher, wann er ankommen wird.
Er fragte,
warum die Bestellung nicht geliefert worden sei.

Form:

Ein w-Satz ist ein eingeleiteter Nebensatz. Einleitewörter sind
  • Interrogativpronomen: wer, was, welcher, was für ein
  • Präposition und Fragepronomen: mit wem, über welchen, von was für einem usw.
  • Frageadverb: wo, wann, wie, weshalb, wie oft, wovon, womit usw.
Da alle Einleitewörter mit w beginnen (w-Wörter), werden diese Nebensätze oft w-Sätze genannt.

Bedeutung:

Ein w-Satz steht nach Ausdrücken der Frage, der Unsicherheit oder des Zweifels, wenn mit einer Ergänzungsfrage (= Frage mit Fragewort) gefragt werden kann. Die Verbindung zwischen einem Hauptsatz und einem w-Satz hat keine eigentliche Bedeutung. Diese W-Sätze sind Subjektsätze oder Objektsätze und als solche Inhaltssätze.

Weitere Besonderheiten:

w-Satz bei Ergänzungsfrage, Unsicherheit, Zweifel
w-Satz und dass-Satz


w-Satz bei Ergänzungsfrage, Unsicherheit, Zweifel

Ein w-Satz steht nach Ausdrücken der Frage, der Unsicherheit oder des Zweifels. Er ist im weitesten Sinne der Ausdruck einer indirekten Ergänzungsfrage (Frage mit einem Fragewort).

Ein w-Satz ist oft ein indirekter Fragesatz, der in eine direkte Frage umgewandelt werden kann. Das Fragewort ist in der indirekten Frage das gleiche wie in der direkten Frage. Das Verb des Nebensatzes steht im Konjunktiv oder im Indikativ:

Sie fragt mich, wovon ich rede.
= Sie fragt mich: „Wovon redest du?“

Ich erkundigte mich,
wie viel der Wagen koste.
= Ich erkundigte mich: „Wie viel kostet der Wagen?“

Er dachte nach,
wen er einladen solle.
= Er dachte nach: „Wen soll ich einladen?“


Ein w-Satz kann auch einer indirekten Frage entsprechen, die nicht unmittelbar in eine direkte Frage umgewandelt werden kann. Das Verb des Nebensatzes steht im Indikativ:

Bitte teilen Sie uns mit, wie lange Sie in Frankfurt bleiben werden.
= Bitte teilen Sie uns die Antwort auf die Frage mit: „Wie lange bleiben Sie in Frankfurt?“

Der Schalterbeamte weiß,
wann der letzte Zug fährt.
= Der Schalterbeamte weiß die Antwort auf die Frage: „Wann fährt der letzte Zug?“

Ein w-Satz kann auch bei Ausdrücken der Unsicherheit oder des Zweifels stehen. Das Verb des Nebensatzes steht im Indikativ:

Es ist unsicher, mit welchem Zug sie kommt.
Er zweifelt, wen er einladen soll.


Ein w-Satz kann auch angeben, dass es bei einer feststehenden Tatsache mehrere Möglichkeiten gibt:

Es ist wichtig, wann du ihm die Wahrheit sagst.
Es ist mir egal,
wen er einlädt.

Der erste Beispielsatz drückt folgendes aus: Es steht fest, dass die Wahrheit gesagt werden wird. Es gibt aber mehrere Möglichkeiten, wann dies geschieht. Im zweiten Beispielsatz steht fest, dass jemand eingeladen wird. Es steht aber nicht fest, wer eingeladen wird.

Schließlich können w-Sätze auch nach Nomen stehen, die eine Frage, Unsicherheit oder Zweifel ausdrücken. Diese Nomen sind oft von einem entsprechenden Verb oder Adjektiv abgeleitet:

die Frage, wann ich kommen kann/könne
die Mitteilung,
wie lange er in Frankfurt bleibt
das Problem,
wen er einladen soll


w-Satz und dass-Satz

Wenn der w-Satz unmittelbar einen indirekten Fragesatz entspricht, kann er nicht durch einen dass-Satz ersetzt werden:

Sie fragt mich, wann ich kommen könne.
NICHT: Sie fragt mich, dass ich kommen könne.

Auch in anderen Fällen kann ein w-Satz nicht durch einen dass-Satz ersetzt werden, ohne dass sich dabei die Aussage ändert. Mit einem dass-Satz wird eine ganze Aussage als gegeben dargestellt. Mit einem w-Satz wird die Aussage ebenfalls als gegeben festgestellt, aber ein Aspekt der Aussage ist fraglich, unsicher, unbekannt. Auf diesen Aspekt wird mit dem w-Wort verwiesen. Vergleiche die folgenden Sätze:

Es ist sicher, dass er am Nachmittag kommt.
Es ist nicht ganz sicher,
wann er kommt.

Er teilt uns mit,
dass er in Frankfurt bleibt.
Er teilt uns mit,
wie lange er in Frankfurt bleibt.

Es ist mir egal,
dass ich morgen nicht frei habe.
Es ist mir egal,
warum ich morgen nicht frei habe.

Siehe auch ob-Satz und dass-Satz.







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