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Die Stellung des Relativsatzes im Satzgefüge

 
 
Ein Relativsatz bezieht sich auf ein Nomen oder seltener ein Pronomen im Hauptsatz. Die Stellung des Relativsatzes innerhalb des Satzgefüges wird durch die Position des Bezugswortes (des Wortes, auf das er sich bezieht) bestimmt:

Relativsatz möglichst unmittelbar nach Bezugswort:

Ein Relativsatz sollte möglichst unmittelbar nach dem Bezugswort stehen:

Das Brot, das du heute Morgen gekauft hast, war von gestern.
Er ist
einer, dem man vertrauen kann.
Er hat sich bei
den Leuten, deren Auto er zerkratzt hatte, entschuldigt.
Ich finde
den Witz, über den ihr lacht, gar nicht lustig.

Relativsatz getrennt vom Bezugswort:

Der Relativsatz muss oder kann in einigen Fällen getrennt von seinem Bezugswort stehen. Das geschieht zum Beispiel dann, wenn das Bezugswort nicht ein einzelnes Nomen, sondern eine Nomengruppe ist:

Er empfing die Gäste aus der Schweiz, die am Symposium teilnahmen. NICHT: Er empfing die Gäste, die am Symposium teilnahmen, aus der Schweiz.
 
Die Polizei hat das Gemälde des holländischen Meisters, das aus dem Museum gestohlen worden war, in einem leer stehenden Haus wiedergefunden. NICHT:  Die Polizei hat das Gemälde, das aus dem Museum gestohlen worden war, des holländischen Meisters in einem leer stehenden Haus wiedergefunden.

Der Relativsatz kann von seinem Bezugswort getrennt sein, wenn er ins Nachfeld gestellt wird, um die Satzstruktur übersichtlicher und leichter verständlich zu gestalten. Dies geschieht insbesondere dann, wenn der Relativsatz lang oder komplex ist:

Er hat seinem Enkel ein Buch geschenkt, das der Kleine sofort las. selten: Er hat seinem Enkel ein Buch, das der Kleine sofort las, geschenkt.
 
Die Polizei hat einen Mann verhaftet, der verdächtigt wird, mehrere Gemälde aus dem Museum gestohlen zu haben. unüblich:  Die Polizei hat einen Mann, der verdächtigt wird, mehrere Gemälde aus dem Museum gestohlen zu haben, verhaftet.

(Siehe auch Nebensatz im Nachfeld)





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