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Relativ- und Interrogativpronomen: wer und was
 
Die Pronomen wer und was können als Relativpronomen und als Interrogativpronomen verwendet werden. Sie stehen stellvertretend für ein Nomen.

Bei den Pronomen wer und was wird nicht nach Genus und Numerus unterschieden. Das Pronomen wer bezieht sich auf Personen. Das Pronomen was bezieht sich auf „Nicht-Personen“ (Dinge, Abstraktes, Handlungen usw.):

  Personen Dinge usw.
Nominativ wer was
Akkusativ wen was
Dativ wem
Genitiv wessen wessen

Beispiele:
Interrogativ Relativ
Wer hat die neueste CD schon gehört? Wer nicht hören will, muss fühlen.
Wen ladet ihr ein? Wen ihr einladet, den müsst ihr auch empfangen.
Wem gefällt diese Idee? Wem es nicht gefällt, der soll zu Hause bleiben.
Wessen erinnert er sich noch? Das ist das Einzige, wessen er sich noch erinnert
Was interessiert dich? Das ist das Schönste, was mir je passiert ist.
Was willst du wissen? Das ist alles, was ich wissen will.

Dativ von was:

Die Dativform was kommt nur gelegentlich in der Umgangssprache vor:

Mit was (Standard: womit) bezahlst du das?
Von
was (Standard: wovon) redet er?
Wegen
was (Standard: weswegen) ist er zu Hause geblieben?

Siehe auch Pronominaladverbien.

Attributiver Gebrauch des Genitivs

Die Formen des Genitivs können auch attributiv vor einem Nomen stehen. Sie geben dann ein Besitzverhältnis an:

Wessen Kinder machen so viel Lärm?
Wessen roter Sportwagen steht vor dem Haus?

Adjektive werden nach wessen stark flektiert. Siehe Starke Flexion.

was oder das?

Das Relativpronomen was steht in der Regel:
  • nach einem sächlichen substantivierten Superlativ:

    Das ist das Schönste, was ich je gesehen habe.
    Das Beste,
    was Sie tun können, ist...

  • nach sächlichen Demonstrativ- und Indefinitpronomen wie z.B. das, dasjenige, dasselbe; alles, einiges, nichts, vieles, manches, weniges, etwas u.a.

    Das, was du hier siehst...
    Ihr habt
    alles, was man sich nur wünschen kann.
    Es gibt
    einiges, was ich nicht verstehe.
    Das ist
    etwas, was ich nicht verstehe (seltener auch: etwas, das ich nicht verstehe).
Nach sächlichen Nomen muss das stehen:
das Buch, das ich gelesen habe   NICHT:  das Buch, was ich gelesen habe
das Leben, das er führte NICHT: das Leben, was er führte





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